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- Out 5, 2021
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Anstieg von 60 Prozent!:
Immer mehr Flüchtlinge verlassen Deutschland freiwillig
Berlin – Deutschland schiebt mehr Flüchtlinge ab und die Zahl der Asylanträge sinkt. Doch auch eine andere Zahl entwickelt sich in Richtung der von der Bundesregierung ausgerufenen Migrationswende. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl freiwilliger Ausreisen in die Herkunftsländer stark an. 16.576 Flüchtlinge reisten 2025 mit deutscher finanzieller Förderung aus. Das ist ein Anstieg von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr (10.358).
Die meisten freiwilligen Ausreisen gingen mit 33 Prozent in die Türkei, gefolgt von Syrien mit 27 Prozent. Zehn Prozent reisten in die Russische Föderation zurück, das dürften vor allem abgelehnte Asylbewerber aus Tschetschenien sein. Von den insgesamt 16.576 ausgereisten Personen waren u. a. 6394 ausreisepflichtig. 2787 hatten lediglich eine befristete Aufenthaltserlaubnis, gut 7300 waren noch im Asylverfahren, teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit.
Den größten Effekt auf die Zahlen hat die Situation in Syrien. Mit dem Ende des Bürgerkriegs und dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad (60) Ende 2024 wurde das ausgesetzte deutsche Rückkehrprogramm Anfang 2025 wieder aufgenommen. Das Plus von insgesamt gut 6000 Rückkehrern geht mit 3678 zu mehr als der Hälfte auf das Konto von syrischen Flüchtlingen. Syrien war auch lange Zeit Spitzenreiter unter den Asyl-Herkunftsländern. 2023 waren es 104.561 Anträge, ein Jahr später 76.765, 2025 dann mit 23.256 deutlich weniger.
Geld für Flüge, Medizin und Lebensunterhalt
Deutschland fördert die freiwilligen Ausreisen, organisiert und bezahlt z. B. Flüge, übernimmt medizinische Kosten. Erwachsene erhalten 1000 Euro Handgeld, Kinder und Jugendliche 500 Euro, Familien höchstens 4000 Euro. Das BAMF zahlt auch Hilfen für die Wiedereingliederung, die Rückkehrer im Herkunftsland unterstützen sollen. Auf ihrer Website wirbt die Behörde für die Ausreise auf Flyern in insgesamt 19 Sprachen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (55, CSU) begrüßt den Anstieg als „einen wichtigen Baustein in der Migrationswende“. „Wer keine Bleibeperspektive hat, erhält gezielte Unterstützung bei der freiwilligen Rückkehr“, so der CSU-Politiker.
Bild Zeitung
Immer mehr Flüchtlinge verlassen Deutschland freiwillig
Berlin – Deutschland schiebt mehr Flüchtlinge ab und die Zahl der Asylanträge sinkt. Doch auch eine andere Zahl entwickelt sich in Richtung der von der Bundesregierung ausgerufenen Migrationswende. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl freiwilliger Ausreisen in die Herkunftsländer stark an. 16.576 Flüchtlinge reisten 2025 mit deutscher finanzieller Förderung aus. Das ist ein Anstieg von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr (10.358).
Die meisten freiwilligen Ausreisen gingen mit 33 Prozent in die Türkei, gefolgt von Syrien mit 27 Prozent. Zehn Prozent reisten in die Russische Föderation zurück, das dürften vor allem abgelehnte Asylbewerber aus Tschetschenien sein. Von den insgesamt 16.576 ausgereisten Personen waren u. a. 6394 ausreisepflichtig. 2787 hatten lediglich eine befristete Aufenthaltserlaubnis, gut 7300 waren noch im Asylverfahren, teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit.
Den größten Effekt auf die Zahlen hat die Situation in Syrien. Mit dem Ende des Bürgerkriegs und dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad (60) Ende 2024 wurde das ausgesetzte deutsche Rückkehrprogramm Anfang 2025 wieder aufgenommen. Das Plus von insgesamt gut 6000 Rückkehrern geht mit 3678 zu mehr als der Hälfte auf das Konto von syrischen Flüchtlingen. Syrien war auch lange Zeit Spitzenreiter unter den Asyl-Herkunftsländern. 2023 waren es 104.561 Anträge, ein Jahr später 76.765, 2025 dann mit 23.256 deutlich weniger.
Geld für Flüge, Medizin und Lebensunterhalt
Deutschland fördert die freiwilligen Ausreisen, organisiert und bezahlt z. B. Flüge, übernimmt medizinische Kosten. Erwachsene erhalten 1000 Euro Handgeld, Kinder und Jugendliche 500 Euro, Familien höchstens 4000 Euro. Das BAMF zahlt auch Hilfen für die Wiedereingliederung, die Rückkehrer im Herkunftsland unterstützen sollen. Auf ihrer Website wirbt die Behörde für die Ausreise auf Flyern in insgesamt 19 Sprachen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (55, CSU) begrüßt den Anstieg als „einen wichtigen Baustein in der Migrationswende“. „Wer keine Bleibeperspektive hat, erhält gezielte Unterstützung bei der freiwilligen Rückkehr“, so der CSU-Politiker.
Bild Zeitung
