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Nach Millionen-Coup von Gelsenkirchen:
Erste Sparkassen-Kunden erhalten Entschädigung


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Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) – Vor rund drei Monaten bohrten sich Kriminelle direkt in den Tresorraum der Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer. Sie knackten rund 3000 Schließfächer und flohen mit Gold, Bargeld und anderen Wertsachen – möglicherweise in zwei- oder sogar dreistelliger Millionenhöhe. Jetzt gab es für die ersten Einbruchsopfer eine Entschädigung.

Wie Rechtsanwalt Daniel Kuhlmann aus Datteln (Nordrhein-Westfalen) berichtet, gelang es seiner Kanzlei, für die ersten Mandanten knapp 250.000 Euro geltend zu machen – im Schnitt mehr als 22.000 Euro pro Betroffenem. Elf Mandanten können sich über die Entschädigung freuen. Das Geld stammt von ihrer Hausratversicherung. Sie hatten in ihren Versicherungen eine sogenannte „Außenversicherung“ abgeschlossen, die auch Wertsachen in Bankschließfächern abdeckt.

Mit Klage gedroht – dann kam das Geld

„Leider mussten wir auch hier erst mit unseren Medienkontakten und einer Klage drohen, dann klappte es aber doch relativ schnell“, so der Jurist. „Diese Mandanten hatten zudem die Inventarlisten genau nach unseren Vorgaben gemacht, waren von Anfang an dabei und konnten alles lückenlos belegen!“ Jurist Kuhlmann verspricht: „Wir bleiben am Ball.“ Wie der WDR berichtet, gelang es auch den Anwälten Ralf Buerger und Christian Dreier aus Hagen, für einen Mandanten rund 20.000 Euro Entschädigung durchzusetzen.

Die schwere Arbeit für die Anwälte kommt erst noch: Wie die WAZ berichtet, ist am Landgericht Essen ein erster Gütetermin angesetzt worden. Eine zentrale Rolle dürfte dabei ein Gutachten spielen, das mögliche Sicherheitsmängel untersuchen soll.

Daniel Kuhlmann vertritt laut eigenen Angaben rund 650 Geschädigte des Millionen-Coups. Auf Facebook berichtet er: „Es reicht nicht aus, wenn die Sparkasse pauschal behauptet, alles sei sicher gewesen. Durch das Gutachten zwingen wir die Gegenseite, ihr Sicherheitskonzept im Detail offenzulegen und sich inhaltlich mit den Vorwürfen auseinanderzusetzen.“

Die entscheidende Frage

Der Anwalt ordnet ein: „Die zentrale Frage, die über Erfolg oder Niederlage der Klagen entscheiden wird, bleibt: Entsprach die Sicherung in Gelsenkirchen-Buer dem aktuellen Stand der Technik? Wenn die Standards unterschritten wurden, muss die Sparkasse für die Schäden geradestehen.“

Bild Zeitung
 
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